Tara Einweihung

Geshe Thubten Sherab

Geshe Sherab wurde 1967 in der Nähe der tibetischen Grenze in Manang, Nepal geboren. Seine Eltern hatten 5 Söhne, und sie wollten, dass mindestens einer oder zwei ins Kloster gehen, da das für Nepalesen eine Ehre bedeutet, und den Söhnen auch die Möglichkeit gibt, eine Schulbildung zu erhalten. So trat er im Alter von 7 Jahren in das Kloster von Kopan ein. Aber noch bevor er zum Geshe-Studium nach Sera fuhr, wurde ihm klar, dass er den Rest seines Lebens als voll ordinierter Mönch verbringen möchte.
Nach den abgeschlossenen Geshe-Studien (Doktor in Buddhistischer Philosophie) im Jahr 2000 in Sera, verbrachte er noch ein Jahr im Gyurme Tantric College. Seitdem arbeitet Geshe Sherab für die Foundation for Preservation of Mahayana Tradition (FPMT), unter anderem als Direktor der Kopan-Kloster-Schule, Direktor im FPMT-Vorstand und Oberhaupt des Kopan-Klosters. Momentan lebt und lehrt Geshe Sherab in Thubten Norbu Ling, dem FPMT-Zentrum in New Mexico/USA. Er reist außerdem um die Welt, um zu unterrichten.
Geshe-la hat viel Erfahrung im Umgang mit westlichen Schülern und ein besonderes Talent, die oft komplexen buddhistischen Themen in unkomplizierter, herzlicher und leicht verständlicher Art zu erklären. Er hat viel Erfahrung im Umgang mit westlichen Schülern. Das ist sehr förderlich, um uns den Dharma (die Lehren des Buddhas und der ihm nachfolgenden Meister) praxisnah und in geeigneter Weise zu erklären.

Geshe Sherab über Studium und Praxis:
Wenn wir mit dem Dharma beginnen, ist es am Wichtigsten, dass wir versuchen das Gehörte vollständig in unser Leben zu integrieren. Ich sehe, dass es Menschen gibt, die sich nur intellektuell mit dem Gehörten befassen, und wenn das der Fall ist, dann wird ihr Herz ganz trocken und eng. Sie haben zwar das Wissen eines Computers, sie wissen sehr viel, aber nichts berührt ihr Herz. Die Gefahr besteht darin, dass sie andere, mit weniger Wissen, von oben herab betrachten, und arrogant werden.Dann gibt es Menschen, die nicht studieren, und denken, Praxis alleine reicht aus. Aber wie kann man praktizieren, wenn man nicht weiss, wie man praktizieren soll?
Das Studium ist ausserdem auch äusserst wichtig, denn es besteht die Gefahr, dass, wenn man den Dharma nicht kennt, von einem falschen Lehrer auf Irrwege geführt wird, und ausgenutzt werden kann.
Ich möchte betonen, dass dies meine ganz persönliche Ansicht ist, und ich möchte niemanden kritisieren. Mein Anliegen ist es, dass die Schüler Studium und Praxis zusammen integrieren, was vor allem auch der Wunsch von S.H. Dalai Lama und Lama Zopa Rinpoche ist.