Tara Einweihung

"Die Medizin des heilenden Buddha" von Petra

Im Rahmen des Medizinbuddha-Seminars gab uns Dieter auch einen kleinen, aber sehr interessanten Einblick in die tibetischen Heilmethoden.

Der Lieblingsspruch eines Bekannten von uns, der von Buddhismus wenig bis gar keine Ahnung hat, ist: "Ois a reine Kopfsach!" Mit diesem bayrischen Slogan hat er gar nicht so unrecht, wie ihr gleich lesen werdet.

Die Basis der tibetischen Medizin gründet auf den vier Tantralehren, die Buddha in seiner Funktion als Heiler gegeben hat. Leiden und Krankheiten entstehen demzufolfge aus den Geistesgiften Gier, Hass und Unwissenheit. Diese sind die Ursachen für eine Unausgewogenheit in den drei Körpersäften: Schleim, Wind und Galle. Wer kennt nicht den Spruch "Was ist dir denn über die Leber gelaufen" oder ""Dem werde ich was husten", alles Ausdrücke für negative Emotionen. Die Disbalance von Schleim, Wind und Galle legt sich auf Blut, Fleisch und Knochen und letzendlich auf die Ausscheidungsprodukte Urin, Kot und Schweiß. Wer kennt nicht die Diagnoseverfahren, bei denen man beim Arzt sein "Becherl" abgeben muss...

Wenn die subtilen Bestandteile des Körpers ausgeglichen sind, ist der Mensch gesund, sind sie unausgewogen, spricht man von Krankheit. Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, auf eine gesunde Ernährung, ethisches Verhalten und ein intaktes Imunsystem zu achten.

Krankheit verbreitet sich nach tibetischer Sicht von außen nach innen. also über die Haut ins Fleisch, dann in die Gefäße und letztendlich in die verschiedenen Organe. Folglich ist die Behandlung eines Organs nicht ursächlich, sondern zuerst steht eine Veränderung der Nahrung auf dem Plan, z. B. Im Winter keine abkühlenden Nahrungsmittel wie z. B. Bananen zu essen. Diese wachsen in heißen Ländern und kühlen das Qi, um den Körper vor Überhitzung zu schützen. Im Winter in unseren Breitengraden können sie durchaus die Ursache für Grippe sein. Besser sollte man das essen, was bei uns auch wächst, zum Beispiel Vitamin-C-haltiges Kraut oder Äpfel.

Bringt die Nahrungsumstellung neben der Veränderung des Verhaltens, beispielsweise ausreichende Erholung und geistige Ruhe (Meditation) keine Verbesserung, so ist eine Gabe von Medikamenten angezeigt.

Die größte heilende Kraft ist die Entwicklung von Liebe und Mitgefühl, das reinigt das innere mentale System, denn ist das gesund, ist meist der Körper auch gesund - also doch: "Ois a reine Kopfsach"!