Tara Einweihung

Erfahrungsbericht von Katrin

Es war unser erstes Wochenendseminar im Tara Mandala Zentrum. Ein sehr intensives und motivierendes Seminar. Die Gruppe, bestehend aus knapp 20 Personen, die teilweise von recht weit herkamen: u. a. aus Salzburg, Moosburg, Dachau. Es war eine sehr harmonische, sehr offene Gruppe.

Am Abend zuvor fand ein öffentlicher Vortrag von Dieter über "Die Macht von Mantras" statt, das passte auch sehr gut als Einführung für das Seminar am Wochenende.

Die Praxis des Medizin-Buddha dient der Unterstützung der vollständigen Heilung von Körper und Geist und richtet sich an Menschen in pflegenden, heilenden und helfenden Berufen. In Tibet werden die Gebete an den Medizinbuddha für Sterbende und kürzlich Verstorbene durchgeführt. Aber auch Tierbesitzer können, wenn ein Tier im Sterben liegt, oder bereits gestorben ist, das Sutra beten.

Der Medizin-Buddha, auch Bhaishadschyaguru genannt, wird mit blauem Körper (Lapilslazuli) dargestellt. Nach der Lehre des Mahayana heilt er alle Krankheiten. Seine Funktion ist es, Lebewesen von den drei Geistesgiften (Hass, Gier und Unwissenheit) zu heilen. Vor seiner Erleuchtung legte der Medizin-Buddha zwölf Gelübde ab, in denen er schwor, später alle Missgebildeten, Behinderten und Kranken von ihren Gebrechen zu befreien. Diese Gelübde sind Hauptbestandteile der Lehrreden (Sutras), die dem Medizin-Buddha gewidmet sind.

Die große Kraft, die dieses Sutras geht auf die Zeit zurück, als der Buddha noch ein Bodhisattva war. Er legte damals das Versprechen ab, alle heilsamen Gebete der Wesen des degenerierten Zeitalters (heute), in dem die Lehren des Buddha Shakyamuni im Niedergang begriffen sind, zur Reife zu bringen. Der Text wurde von Päntschen Losang Tschökyi Gyältsen verfasst.

Die Einführung am ersten Tag von Dieter war sehr interessant und ausführlich. Am zweiten Tag wurde ausserdem eine Segnung erteilt, ein Ritual mit Glocke und Trommel.

Der Einfühurngstext vor den Texten mit den Herzversprechen mit den sieben Sugatas (sieben einzelne Medizin-Buddhas in verschiedenen Farben und Mudras dargestellt: gelb, gold, hellrot, rosafarben, korallenrot, blau) ist unterteilt in kurze Kapitel, u. a. "Zuflucht nehmen und Erleuchtungsgeist entwickeln" oder "Läuterung des Ortes" - diese Kapitel werden vorab gebetet, dann werden alle sieben einzelnen Medizin-Buddhas (Sugatas) Texte gebetet: Der erste Medizin-Buddha ist z. B. dargestellt in goldener Farbe, mit der Mudrageste des Zufluchtgewährens.

Es folgt die Mantra-Rezitation, das Mantra wird 3, 7, 21 oder 108mal gebetet. Dann die "Bitte um Vergebung" und "Bitte um Verbleib". Am Ende die Widmungsgebete zum Wohle aller Lebewesen.

Für mich ging ein sehr besonderes Wochenende zu Ende, mit dem festen Vorhaben, das schöne Sutra auch sleber das eine oder andere Mal durchzuführen.